Flensburger Fachschüler auf Frankfurter „Facility-Management-Messe FM 2008“
15 Schüler stellen ihren bundesweit nahezu einmaligen Ausbildungsgang zum Gebäudesystemtechniker auf Frankfurter Fachmesse vor und erfahren durch Fachbesichtigungen viel Neues aus dem Markt der Gebäudewirtschaftung
Sicher nicht alltäglich ist es für Schüler, wenn sie zur Messe fahren, um sich und ihre Schule auf einer Fachmesse dem interessierten Publikum zu präsentieren. Die beiden aktuellen Jahrgängeder zweijährigen Aufstiegsfortbildung zum „Staatlich geprüften Techniker derGebäudesystemtechnik“ an der Fachschule für Technik und Gestaltung der Eckener-Schule Flensburg kehrten geschafft, aber mit vielen neuen Eindrücken nach Flensburg zurück. "AchtStunden Messe an drei Tagen, zahlreiche Gespräche an unserem Stand und ein Vortrag im Messeforum galt es zu organisieren und durchzuführen. Dazu kamen Fachgespräche aufStänden anderer Firmen sowie Fachexkursionen. Das ist schon eine interessante, aber auchanstrengende Erfahrung – gut, dass nun ein verlängertes Wochenende kommt!" resümiert Ralf Teegen im Zug nach Flensburg. Auf die Frage, was denn für ihn besonders eindrucksvoll war, berichtet der gelernte Energie- und Anlagenelektroniker, der u.a. lange Jahre bei AEG gearbeitet hat: "Frankfurt mit seiner einzigartigen Skyline modernster Gebäude macht einem das zukünftigeBerufsbild z.B. als "Objektleiter" mit der Verantwortung für die gesamte Technik und das technische Personal eines Gebäudes besonders deutlich." Jan-Christian Rohde, der u.a. einen Besuch bei der Firma SKE – weltweit tätig auf dem Gebiet Gebäude- und Facility-Management – organisiert hat, ergänzte: "Wenn sich vier Mitarbeiter einschließlich Geschäftsführer mehr als einen halben Tag Zeit nehmen, um 15 angehenden Gebäudesystemtechnikern von zahlreichen Projekten im In- und Ausland zu berichten, dann zeugt das schon von besonderem Interesse.“
Ein sicher in Zukunft immer wichtiger werdender Schwerpunkt wurde der Gruppe hier vermittelt – die langfristige in Zusammenarbeit von privaten Firmen mit öffentlichen Institutionen in sog. PPP- (Public-Private-Partnership-)Projekten: die öffentliche Hand hat Investitionsbedarf in neue und wirtschaftlichere Gebäudetechnik, um deren Betriebskosten zu senken und den Anforderungenerhöhter Energieeffizienz gerecht zu werden; sie leidet häufig aber unter mangelnder Liquidität. Fachfirmen wie SKE haben ein hohes Maß an Erfahrung bei der Gestaltung von PPP-Projekten, die hier helfen können: beispielsweise will eine Kommune ihre Schulen sanieren. Die Firma investiert in moderne Energietechnik und gute Ausstattung und erhält dafür vertraglich dieBewirtschaftung des Gebäudes für einen längeren Zeitraum zugesprochen. Die Kommune hat anschließend ihre Schulgebäude, deren Nutzungsentgelt in der Regel deutlich unter den früheren Betriebkosten liegt, auf neuestem Stand, der private Betreiber des Gebäudes refinanziert die eigenen Investitions- und Betriebskosten über die erzielten Einsparungseffekte bei Wartungs-,Instandhaltungs- sowie Energiekosten. „Einfach genial dieses Geschäftsmodell,“ beschreibt Rohde seine Eindrücke nach der Besichtung einer Schule bei Frankfurt, die heute nach der Renovierung durch SKE betrieben wird und deren früheren Zustand man anhand von Bildern noch erahnen kann. „Überall werden wir als zukünftige Fachleute mit einer Erstausbildung z.B. im Heizungs-, Sanitär-, Elektro- oder Baufach offensichtlich dringend gebraucht!" freut man sich inder Gruppe. Als weitere namhafte Firmen haben HochTief-FM mit Thomas Rothenheber, Gebietsleiter und ehemaliger Absolvent aus Flensburg, und die WISAG die Schülergruppe teilweise hoch hinaus (Besichtigung eines Turms mit seiner Technik und Gesprächen mit dem technischen Personal) und tief hinunter (Besichtigung des Maintowers mit seiner Flusswasserrückkühlung 14 Meter unter dem Mainspiegel) geführt. "Das hatte ich nicht erwartet, dass wir auf einen derart boomenden Markt treffen werden, technisch und betriebswirtschaftlich gleichermaßen anspruchsvoll und innovativ!", fasst auch Malte Köchling, der zusammen mit Dietmar Post die Fahrt als Lehrer begleitete, seine Eindrücke zusammen. "Nächstes Jahr wieder!"

