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Eckener-Schule Flensburg :: Fachschule für Technik und Gestaltung

Schützenkuhle 20 - 24
24937 Flensburg

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Berichte von Ehemaligen der Fachschule für Technik und Gestaltung … 

… hier: Mike Jordt   –   Gebäudesystemtechnik von 2004 bis 2006 

Im Jahre 2004 entschied ich mich, die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Gebäudesystemtechnik zu absolvieren. Ich hatte für diesen Bildungsgang die besten Vorraussetzungen durch meinen erlernten Beruf – Heizungsbau –, den ich bis zum Schulbeginn ausübte. Die Fächer Baubetrieb, Gebäudeökonomie, HSKL (Heizung-Sanitär-Klima-Lüftung), Datenverarbeitung und Fachmathematik sind rückblickend betrachtet, die wichtigsten Fächer, da eine Vielzahl an Anwendungen und Berechnungen direkt in der Praxis umzusetzen sind.

Beispiel Baubetrieb, Gebäudeökonomie und HSKL: ich habe in einem Objekt über 800 Mangelanzeigen beurteilen müssen und anschließend verfasst und verfolgt (Gewährleistungsverfolgung). Oder: Angebotserstellung ist Voraussetzung für jeden Facilitymanagement-Vertrag. Oftmals bin ich mit Fehlern in der Planung von technischen Anlagen konfrontiert, für die ich auch mit Hilfe meines erlernten Wissens z.B. in HSKL in Kombination mit meiner Berufserfahrung eine Lösung erarbeiten konnte. Unsere damalige Projektaufgabe (Wärmebedarfsberechnung in der Europa Passage in Hamburg) bot viel Anwendungsbezug und ist damit ein gutes Beispiel für die ordentliche Ausbildung an der Fachschule. Ein weiteres Beispiel: Ein Mieter hatte für seine Mietfläche 65 W/m² bestellt, 30 W/m² über das Deckenumluftkühlgerät und 35 W/m² über die raumlufttechnische Anlage des Hauses. Hier war es mir möglich, die einen Planungsfehler oder – nennen wir es – mietvertraglichen Fehler herauszufinden und eine technische Lösung anzubieten: der tatsächlich benötigte Bedarf summierte sich nach Durchführung der Wärmelastberechnung jedoch auf 120 W/m². Also konnte keine Gewährleistungsanzeige gestellt werden, da nur 65 W/m² mietvertraglich vereinbart waren. Als technischer oder infrastruktureller Dienstleister bewegt man sich immer zwischen dem Bauherrn (Auftraggeber) und dem Generalunternehmer und muss dementsprechend die vertraglichen Verhältnisse wahren und beachten. Aber genau an dieser Stelle hat man als technischer Dienstleister die Möglichkeit, eigene Angebote zu platzieren, die dann auf eigenen Berechnungen basieren. Der Markt der Dienstleister ist stark umkämpft und standardisierte Angebote innerhalb der Branche häufig fast identisch. Daher ist die Generierung von Umsätzen, eine der wichtigsten Aufgaben für die Objektleiter oder Objektmanager. Diese werden als Sonderleistungen an den Kunden fakturiert und verbessern somit die meist mit einer „schwarzen Null“ kalkulierten Angebote. 

Die Fächer Elektrotechnik und Datenverarbeitung haben mich dazu befähigt, auch auf diesen Gebieten eine Vielzahl technischer Mängel aufzudecken und die vertraglich vereinbarte Gewährleistungsverfolgung durchzusetzen. Des Weiteren ist das Verständnis als ursprünglich „Nichtfachmann“ auf dem Gebiet der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik deutlich geschärft worden. Durch die Grundlagen, die an der Fachschule vermittelt werden, ist man in der Lage, entsprechende Anlagen schnell zu verstehen und zu betreiben. Als eines der wichtigsten Themen für die Fächer Elektrotechnik und Datenverarbeitung sehe ich für die Zukunft fernauslesbare Zählersysteme. Diese existieren insbesondere in vielen gewerblich vermieteten Gebäuden. Hier hat ein entsprechend geschulter Techniker die Möglichkeit zur Spezialisierung. Dieser Bereich ist aus energetischen und Abrechnungsgründen einer der wichtigsten Punkte im Betreiben von Gebäuden. Die Unterstützung bei der Erstellung der Nebenkostenabrechnung kann nur mit Hilfe des Dienstleisters erfolgen. Meine Praxis hat gezeigt, dass der Dienstleister häufig an der Dokumentation der gesamten Zählerwerte und vor allem deren Plausibilität gemessen und bewertet wird. Dieses Thema ist derart wichtig, dass große Facilitymanagement-Verträge daran scheitern können. 

Das Arbeiten mit einem CAFM-System (im Fach Gebäudeökonomie) ist ungemein wichtig, da die gesamte Wartungs- und Zählerdokumentation und auch die Gewährleistungsverfolgung über derartige Programme durchgeführt werden. Zurzeit ist auf diesem Markt aus meiner Sicht „Conject-FM“ Marktführer. Die größten Dienstleister wie Dussmann, HochTief-FM oder STRABAG arbeiten mit diesem System. Die WISAG hat eine eigenes selbst entwickeltes System, welches keine Lizenzgebühren erfordert; daher können wir dieses auch dem Kunden kostenlos zur Verfügung stellen. Die Tendenz geht bei einigen Anbietern nicht – wie damals in der Schule bearbeitet – in Richtung CAD-Basis, sondern in Richtung Datenbanken wie Access. Kleiner Vorschlag: hier könnten die Informatiker, die auch in Flensburg ausgebildet werden, in einer gemeinsamen Projektarbeit eine solche Basis für die Gebäudesystemtechniker schaffen. 

Mein beruflicher Werdegang nach meinem sehr guten (darauf bin ich ehrlich gesagt ebenso stolz wie auf das seitdem Erreichte) Abschluss an der Fachschule:

·         06/06:   Abschluss „Staatlicher geprüfter Techniker, Fachrichtung Gebäudesystemtechnik“

·         07/09:   Planungsmitarbeiter Petersen-Ingenieure, Flbg. – an dieser Stelle vielen Dank an Herrn Petersen!

·         09/06:   stellvertretender technischer Leiter Hotel Atlantic Kempinski Hamburg

·         09/07:   technischer Leiter seitens des Dienstleisters in der Europa Passage Hamburg und Projektleiter-FM für UBS Deutschland AG, Hamburg

·         01/09:   technischer Leiter Hotel Atlantic Kempinski

·         10/09:   Projektleiter Objekte Jahr-Gruppe / Team Start Up / Einsatz für besonders schwierige Objekte

·         02/10:   Bereichsleiter und Großobjekte in Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Objektleiter für die Objekte der Jahr-Gruppe, Mitarbeiterverantwortung über derzeit 40 Mitarbeiter, darunter auch Diplom-Ingenieure, Meister und Techniker/Haustechniker aller Fachrichtungen

Fazit:

Ich habe in meiner Zeit bei der WISAG viele interessante Projekte und Objekte begleiten dürfen und kann jedem Absolventen der Fachschule dieses Unternehmen nur empfehlen, da man sich mit entsprechendem Einsatz und dem Willen zum Erfolg sehr schnell weiterentwickeln kann und dies von den Vorgesetzten stark gefördert wird. Als unternehmergeführter Konzern zählt für unseren Eigentümer und auch für seine Niederlassungsleiter jeder einzelne Mitarbeiter. Bestimmend für die Bindung unserer Mitarbeiter am Unternehmen WISAG ist folgender Leitsatz:

„Die Wertschätzung unserer Mitarbeiter findet seine Wertschöpfung bei unserem Kunden.“

Zur Firma:   WISAG Facility Management Nord GmbH & Co. KG, Heidenkampsweg 51, D-20097 Hamburg,
Tel. (0 40) 23 85 47 - 3000 –  Fax. (0 40) 23 85 47

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